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Startklar für die neue Saison

…an der Fakultät Medien in der HOCHSCHULSTADT Mittweida mit weniger Studis und neuem Passwort für noch mehr Lernstoff.

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26. September 2016 | Als im Januar 2010 in einer Lehrveranstaltung der Hinweis „Ihre Zeit läuft ab!“ wegen des abgelaufenen Virenschutzes für mein damaliges Windows-Notebook aufpoppte, musste ich – genau wie die anwesenden Studis – noch herzhaft lachen. Inzwischen bleibt mir beim Anblick dieses Motivs auch schon mal das Lachen im Hals stecken: Tatsächlich ist in zweieinhalb Jahren meine Zeit abgelaufen, zumindest als Professor für Redaktionspraxis an der Fakultät Medien der Hochschule Mittweida. Um ehrlich zu sein, freue ich mich NICHT sonderlich auf den Ruhestand, weil ich den „Job“ gern mache.

Nun gut, bis „meine Zeit“ am Ende des Wintersemester 2017/18 tatsächlich „abgelaufen“ ist, gibt’s ohnehin noch einiges zu tun. Zum Beispiel steht in dieser Woche der Start in die neue  „Wintersaison“ an. Dazu werde ich unseren „Frischlingen“ (ist wirklich nett – und keinesfalls despektierlich gemeint) am Donnerstag und Freitag in insgesamt zehn Lehrveranstaltungsstunden das Einmaleins der Medien vermitteln. Danach wird keiner der neuen Studis den „Stern“ als „Zeitung“ – oder eine „Website“ als „Homepage“ bezeichnen.

Wer über solche vermeintlich simplen „Lernziele“ zu Beginn des Medienstudiums überheblich die Nase rümpft, muss sich nur einmal in der Branche umhören und umsehen. „GEZ-Rebell: So umgeht man die Rundfunkgebühr vielleicht doch“, titelte beispielsweise Stern Online am 12. Juni dieses Jahres. Wie wär’s denn mit Rundfunkbeitrag, so die offizielle Bezeichnung seit dem 1. Januar 2013. Und „GEZ-Gebühren“ haben wir noch nie gezahlt, genau so wenig wie „Finanzamtsgebühren“ statt „Steuern“.

Neues Passwort für den Lernstoff

Aus dem Dekanat erhielt ich schon vor ein paar Wochen die gute Nachricht, dass die Anzahl der Studierenden im Studiengang Medienmanagement in diesem Jahr wieder auf ein „Normalmaß“ von etwa 60 Anfängern „zurückgeschraubt“ wurde. Bei der etwa fünffachen Anzahl von Bewerbungen haben (hoffentlich) nur die Besten einen der begehrten Studienplätze an unserer Fakultät erlangt. In meinem Lehrveranstaltungen werde ich diesem Umstand Rechnung tragen, in dem ich in den kommenden Monaten noch mehr „Lernstoff“ für ambitionierte Studis zur Verfügung stelle.

Für den Zugang auf die Lernstoff-Seiten ist ein – ab Wintersemester 2015/16 – neues Passwort erforderlich, das per E-Mail bei mir angefordert werden kann. Dazu benötige ich auch den vollständigen Namen und die Seminargruppe. Die Bedingungen für die Nutzung sind im Impressum dieses Blogs nachzulesen.

Mittweida ist jetzt (auch noch) Hochschulstadt

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Franziska Wilgart (links) und Christina Walther waren im Jahr 2011 die Organisatorinnen des Medienforums Mittweida

So kann man sich irren: ich dachte bislang, dass sich eine Stadt wie Mittweida „Hochschulstadt“ nennen darf, weil es hier nunmal eine Hochschule gibt. Schließlich nennt sich sich ja Wolfsburg auch „Autostadt“, weil dort Autos gebaut werden (hoffentlich noch längere Zeit). Von wegen. In einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom Samstag ist nachzulesen, dass das „mittelsächsische Mittweida offiziell den Titel Hochschulstadt“ erhalten habe und dieser sogar „ministeriell beurkundet“ wurde. Das hat der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) am vergangenen Samstag gleich selbst erledigt und dazu erklärt: „Die Hochschule Mittweidas ist das wichtigste Aushängeschild der Stadt. Das Renommee der Bildungseinrichtung strahlt weit über die Grenzen der Stadt hinaus“. Und das ist jetzt auch offiziell.

Bleibt am Ende dieses Blogeintrags eigentlich nur noch die Frage, wer eigentlich den pfiffigen Slogan „Medienhauptstadt Mittweida“ beurkundet, den die beiden Organisatorinnen Franziska Wilgart und Christina Walther für das Medienforum 2011 ausgewählt hatten?

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