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Hier finden Sie organisatorische und inhaltliche Hinweise sowie Begleitmaterial zu Lehrveranstaltungen und Medienprojekten von Prof. Horst Müller MBA, Hochschule Mittweida (FH), Fakultät Medien. Bitte beachten Sie, dass der Bereich "Lernstoff" nur für Studierende und Mitarbeiter der Fakultät Medien nach vorherigem Login (Anmeldung in der linken Spalte) vorgesehen ist. Wenn Sie noch keine Benutzerdaten haben, schicken Sie bitte eine E-Mail mit Ihrem Namen, Seminargruppe bzw. Position/Funktion (bei Mitarbeitern) an horst.mueller[at]hs-mittweida.de.Ich mag keine Prüfungen
Anmerkungen zu den Ängsten eines Profs vor den Klausuren.20. Januar 2012. An unserer Fakultät ist der Spruch von Professor Ludwig Hilmer fast schon so etwas wie ein „Klassiker“ geworden: „Ich mag Prüfungen, aber nur wenn ich auf der richtigen Seite sitze“. Den augenzwinkernden Hinweis meines geschätzten Kollegen kann ich mir so nicht zu eigen machen. Ich mag keine Prüfungen. Auch nicht, wenn ich – wie in der kommenden Woche bei den Klausuren „Journalistisches Arbeiten“ und „Human Resource Management“ – als Prüfer auf der vermeintlich richtigen Seite „sitze“.
In nur 90 Minuten sollen die armen Studis den Nachweis dafür erbringen, dass sie den in einem ganzen Semester vermittelten Stoff verstanden haben, die Inhalte richtig einzuordnen wissen und darüber hinaus auch noch Grundlagen fleißig gelernt haben. Das zuvor erbrachte Engagement, gute oder schlechte Leistungen in den Seminaren, spielen am Ende keine Rolle mehr. Für die Benotung eines gesamten Moduls sind ausschließlich die Ergebnisse ausschlaggebend, die in der schriftlichen Prüfung erbracht werden. Das mag man zu recht beklagen, lässt sich aufgrund von Hochschulgesetz und Prüfungsordnungen zurzeit jedoch leider nicht ändern.
Auch nach acht Jahren als Professor und mehr als 50 Klausuren plagt mich deswegen in den Tagen vor den Prüfungen regelmäßig ein schlechtes Gewissen. Immer wieder stelle ich mir dieselben Fragen:
- Sind die Prüfungsaufgaben im Hinblick auf Umfang und inhaltliche Anforderungen angemessen - oder zu leicht, zu schwer, zu umfangreich?
- Werden in den Prüfungsaufgaben tatsächlich die Kerninhalte aus rund 50 Lehrveranstaltungen eines Moduls zutreffend reflektiert?
- Habe ich unnötige Stressfaktoren eingebaut oder unterfordere ich die „Prüflinge“?
- Ist die Prüfung insgesamt fair oder verbergen sich in einzelnen Aufgaben Fallen, die die unter Anspannung stehenden Prüfungsteilnehmer kaum erkennen können?
Die beginnt in den Lehrveranstaltungen. Mehr als jemals zuvor habe ich mich in diesem Wintersemester darum bemüht die Inhalte von Vorlesungen und Seminaren so aufzubauen, dass in den Prüfungen nicht plötzlich „böse Überraschungen“ auftauchen. Im Modul „Journalistisches Arbeiten“ habe ich erstmals den „Lehrbrief“ eingesetzt, der übrigens auch für die Klausur selbst als Nachschlagwerk zugelassen ist. In Testklausuren und Rekapitulationen konnten die Studenten zudem einen Eindruck davon erhalten, was sie am „Tag der Entscheidung“ erwarten dürfen oder befürchten müssen.
Zur Fairness bei einer Prüfung gehören nach meiner Auffassung auch übersichtliche Prüfungsunterlagen, die neben verständlich formulierten Aufgaben auch möglichst klare Bewertungskriterien enthalten. Schließlich kann ich von Klausurteilnehmern kaum qualitativ hochwertige Lösungen erwarten, wenn die Aufgabenstellungen unklar sind. Falls es dennoch Unklarheiten geben sollte, stehe ich bei beiden Prüfungen zur Beantwortung von Fragen persönlich zur Verfügung.
So, nun liegt es an Ihnen, liebe Prüfungsteilnehmer, dass Sie in den Klausuren Ihr erworbenes Wissen und die angeeigneten Fähigkeiten nachweisen. Ich verspreche Ihnen, dass ich mich anschließend ausgiebig mit Ihren Lösungen beschäftigen werde. Wenn Sie am Ende den Eindruck haben, dass Ihre Prüfungsleistungen nicht nur korrekt, sondern auch fair beurteilt wurden, sehe ich ein Ziel meiner Arbeit erreicht. Wenn die Ergebnisse der Prüfungen darüberhinaus auch noch überwiegend gut ausfallen, werde ich mich ganz bestimmt mit Ihnen freuen. Also: Viel Erfolg - und keep cool. Es gibt übrigens wichtigere Dinge im Leben, als so eine "blöde" Klausur....
Trailer Lehrbrief "Journalistisches Arbeiten"
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Lehrbrief zum Download und als Buch
Der Lehrbrief „Journalistisches Arbeiten“ steht Studierenden und Mitarbeitern der Fakultät Medien an der Hochschule Mittweida als PDF-Datei im passwortgeschützten Bereich „Lernstoff“ zum Download zur Verfügung.Als Buch können Sie den Lehrbrief "Journalistisches Arbeiten" (450 Seiten) zum Preis von 9 Euro pro Exemplar per E-Mail bei der Projektgruppe QIM (Hochschule Mittweida, Fakultät Medien) bestellen: qim@hs-mittweida.de
Wichtig: Geben Sie bitte Ihren Namen und die Seminargruppe bei Ihrer Bestellung an. Falls Sie mehr als 1 Exemplar bestellen möchten, nennen Sie bitte die gewünschte Anzahl.
